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1. Rückblick auf das Leistungsprüferseminar Teil 1/ Recht+Methodik

1. kurzer Rückblick auf das Leistungsprüferseminar Teil 1

 

Den Kollegen und Kolleginnen, die mit mir den Kurs besucht haben, geschuldet, gibt es hier einen kurzen Rückblick auf das Seminar. Tatsächlich nur kurz (wurde dann doch länger…), denn nach der Prüfung am Freitag ging es nach Hagen, 3 Seminare der Fernuni (organisatorisch) betreuen und dann mit einer Übernachtung zuhause nach Rügen in Urlaub – Skripte oder Unterlagen vom Lehrgang habe ich nicht dabei.

Was sollte mich bei dem Lehrgang zum „Fachmann/-frau für BU-Leistungsprüfer (IHK)“ erwarten? So recht wusste ich das im Vorfeld auch nicht. Vertieftes Wissen, methodischeres Herangehen, das waren meine Hauptgründe, warum ich den Kurs seit Jahren besuchen wollte.

Sonntagabend ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Herrn Riedel von der GenRe – bei der ich merkte, dass ich mit der Anzahl unserer Leistungsfälle wohl doch eher in Gattung Exot einzustufen bin – und dem gemeinsamen Abendessen los mit einer Einführung von Herrn RA Ernst zum Thema „Die praktische Bedeutung von Urteilen und ihre Handhabung in der BU-Leistungsregulierung“. Hatte ich ja bereits am Sonntag kurz vor Beginn geschrieben.

Der Lehrgang

Mal sehen, ob ich Ende nächster Woche mit meinen Notizen zur Hand dazu noch mehr schreibe; an was ich mich auf alle Fälle erinnere – man kann anhand der Buchstaben in dem Aktenzeichen des Urteils erkennen, welches sachlich zuständige Gericht (Amtsgericht (eher selten bei BU-Verträgen wegen der Streitwerthöhe), Landgericht, Oberlandesgericht oder Bundesgerichtshof) in welcher Instanz (1. Verfahren, Berufung (Überprüfung sachlich und Rechtsfragen) oder Revision (Überprüfung lediglich der Rechtsfragen) geurteilt hat. Und wie sich der Streitwert bemisst.

Anschließend trafen sich wenige der Teilnehmer noch für nen sehr kurzen Umtrunk an der Hotelbar. Irgendwie alles noch unkoordiniert – und wir uns alle fremd.

Montag/Dienstag ging es dann um „Recht“ in der BU-Leistungsregulierung – hier zeigte sich schnell, dass der Dozent RA Christoph Müller-Frank nicht nur eine Koryphäe im Versicherungsrecht, speziell im BU-Recht, ist, sondern es auch versteht, mit seiner launisch-positiven Art, man kann es wohl rheinische Frohnatur nennen, die Teilnehmer bei rechtlichen Themen bei Laune zu halten – und jeder konnte viel mitnehmen.

Dazu muss ich mal schauen, was ich schreibe, das war doch recht viel in den zwei Tagen – wenn auch wenig neues für mich (ja, ich beschäftige mich trotz der wenigen BU-Fälle recht intensiv mit den Rechtsfragen). Und ein wenig „gelobt“ wurde ich auch, also nicht so falsch, wie ich manchmal denke, wenn es um rechtliche Dinge geht…

In der zweiten Hälfte, also Mittwoch und Donnerstag ging es um Methodik. Da habe ich dann wieder einiges Neues mitgenommen, mal sehen, wie wir das bei uns im Betrieb umsetzen können. Unter anderem das Übersichtsblatt, das uns Herr Hoppe von der LVM vorstellte und die interne Prüfungsreihenfolge (Beruf vor Medizin) erachte ich für überaus sinnvoll! Das Gehörte wurde in Gruppenarbeiten vertieft – hier bemängelten wir ein wenig den Aufbau der Fälle, da die Sortierung der gehefteten Unterlagen nicht ganz optimal war – hier muss sich aber wohl jeder sein eigenes System schaffen, mit dem er/sie am Besten zurecht kommt.

Freitag dann das, was ich ein wenig verdrängt hatte – genauer genommen, gar nicht so registriert: Drei Sunden Prüfung waren angesagt. Dazu gab es einen knapp einen Zentimeter dicken Stoss Papier mit einer Fallbeschreibung sowie  Informationen zu Beruf und Medizin. Und Fragen dazu.

Und die hatten es durchaus in sich. Denke aber, dass alle das gemeistert haben werden, auch die, die anschließend nicht so überzeugt davon waren. Warum ich das glaube? Erstens habe ich alle jetzt eine Woche erlebt – und zweitens habe ich den Eindruck, als wäre der Fall bewusst so gewählt worden, dass man zwei verschiedene Ergebnisse in einer Teilfrage vertreten (ja, ging um was rechtliches da) konnte. Man musste „nur“ sauber argumentieren. Nun hoffe ich mal, dass ich da nicht falsch liege ;)

Nach einem anschließenden sehr leckeren Imbiss ging es dann für die meisten nach Hause und für mich weiter nach Hagen zu den Seminaren. Was fehlt in dem Bericht? Genau, das Menschliche..

Das Menschliche

Und das hat mich begeistert! Eingangs schrieb ich noch, dass wir uns am Sonntagabend noch fremd waren – das änderte sich im Laufe der Woche, und ich denke auch, das ist gut so! Denn auch die Vernetzung von uns untereinander ist ein wichtiges Ziel – schließlich wollen wir im Interesse (aller) unserer Kunden zu einer professionellen Leistungsregulierung beitragen.

Los ging das „Socializing“ mit dem gemeinsamen Mittagessen und in den Pausen. Gleich am Montagabend dann weiter mit einer Einladung seitens der General Reinsurance Business School in Peters Brauhaus (dazu schreib ich noch separat was, vermutlich bei Schnitzelfans.de), wo wir dann bei dem einen oder anderen überaus leckeren Kölsch (ja, da hat mir das wirklich gut geschmeckt) und einem auch recht guten Schnitzel (oder bei den anderen diverse andere Speisen) Zeit hatten, uns ein wenig besser kennen zu lernen. Und ich kann mich nicht an Klagen über das Essen erinnern.

Wie üblich fand sich auch da ein harter Kern (in ungenannter Größe), der nach Auflösung der Tischgesellschaft noch ein wenig weiterzog…

Besonders erwähnen kann man dann, dass wir am Dienstag immer noch mit 13 Leuten gemeinsam losgezogen sind, um was zu essen und zu trinken. Eigentlich 15, zwei kamen uns am Dom abhanden, die wollten kurzfristig dann doch Kulturprogramm. Das finde ich bemerkenswert, waren wir doch insgesamt nur 20 Personen, davon zwei aus Köln!

Mittwochabend war wieder ein Abendvortrag angesagt, unser Gastgeber versorgte uns dort freundlichst mit einem spanischen Tempranillo, der mir ziemlich gut schmeckte – und den anderen wohl auch, zumindest waren keine Reste zu finden. Anschließend ging es wieder mit dem Großteil weiter auf einen Absacker.

Der Donnerstagabend war von mir „fremdverplant“ – Schnitzel bei Oma Kleinmanns war angesagt mit Freunden – ebenfalls ein netter Abend. Rund 6-8 Personen sah ich beim Abmarsch aus dem Hotel gemeinsam lernen, also hat sich auch hier ein schöner Zusammenhalt gezeigt.

Fazit

Kurz zusammengefasst: Es war eine tolle Truppe, wir hatten nicht nur viel gelernt und durchaus auch unterschiedliche Ansichten, sondern auch viel Spass gemeinsam – und ich freue mich schon darauf, alle im Dezember wieder zu sehen! Davor stehen allerdings zwei dicke Lehrbriefe zu „Recht“ und „Methodik“, die jeweils mit einer Online Prüfung in zwei Teilen (Fragen und ein Freitextfall mit 10.000 Zeichen Antwortteil…) abschließen. Also eines ist das nicht – ein Zuckerschlecken!

Welchen Zweck der Beitrag haben soll? Finden sich doch eigentlich keine fachlichen Infos..

Nun – er soll klarmachen, dass den-/diejenigen, der/die sich für den Kurs interessiert, durchaus viel Arbeit wartet – aber diese durch die Kollegen/Innen, die man dort kennenlernen kann, angenehmer wird! Also: Arbeit+Vergnügen..

In diesem Sinne – trauen Sie sich, es lohnt sich! Und nach meinem Urlaub kommen dann auch fachlichere Beiträge. Wenn einer meiner Kollegen oder Kolleginnen etwas ergänzen mag – nur zu, das Kommentarfeld wartet auf euch!

Autor: Hubert Mayer

Jahrgang 1973, klassischer Ausbildungsgang vom Vers.-Kfm. über Fachwirt zum Versicherungsbetriebswirt (DVA). Vielseitig interessiert, weiterer Abschluss als LL.B an der Fernuni Hagen. Fachmann für BU-Leistungsregulierung (IHK). Aktiv in der VVB (Vereinigung der Versicherungsbetriebswirt e.V.; stellv. Treffpunktleiter in Stuttgart und stellv. Fachkreisleiter Versicherungsrecht, für beide auch im Beirat der VVB)

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