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Der BU-Blog startet: Und bei mir der BU-Kompaktkurs zum Leistungsprüfer

BU-Kompaktkurs zum „Fachmann für BU-Leistungsregulierung (IHK)“

 

Für mich geht es heute, Sonntag, den 02.09.2012, los: Ab heute beginnt der BU-Kompaktkurs zum „Fachmann für BU-Leistungsprüfer (IHK)“ im schönen Köln. Mein „Lehrherr“ dieses Aus- und Weiterbildungsprogrammes ist die GenRe Business School, also ein Teil der General Reinsurance.

Heute Abend geht es in ein paar Minuten los mit einer Begrüßung, einem gemeinsamen Abendessen und anschl. ab 20.30 Uhr dem Vortrag: „Die praktische Bedeutung von Urteilen und ihre Handhabung in der BU-Leistungsregulierung“. Kein Zuckerschlecken also, gleich zu Beginn für den Einen oder die Andere harte Kost. Für mich eher spannend, habe ich doch unter anderem deswegen an der Fernuni in Hagen Recht studiert und mit einemLL.B abgeschlossen.

Recht und Methodik

Um Recht und Methodik soll es in der ersten von vier Kurswochen gehen, das heißt auch, mein Aufenthalt in Köln geht bis Freitag. Jeden Tag ist volles Programm angesagt, jeden Tag ab 9 Uhr. Immer bis mind. 17.30 Uhr, an zwei Tagen (zzgl heute) mit Abendprogramm.

Die groben Überschriften für diese Woche lauten:

  • Allgemeines Vertragsrecht (Anzeigepflichtverletzung; Rolle des Vermittlungsagenten, Rücktritt, Anfechtung)
  • Die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung nach dem VVG-NEU
  • Aktuelle Rechtsprechung zur Berufsunfähigkeit I-VI
  • Einführung in die Methodik der Schadenregulierung: Modernes BU-Schadenmanagement in der Übersicht
  • Kommunikation mit Kunden – mit Workshop
  • Berufsbildanalyse – mit Workshop
  • Methodik der Ermittlung des BU-Grades – mit Workshop
  • Case-Management in der BU-Leistungsregulierung
  • Grundlagen der Begutachtung in der BU-Leistungsregulierung
  • Daten und Fakten zur Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Workshop – Bearbeitung von Fällen I-IV
  • Besprechung des Einführungslehrbriefes / Informationen zur Fallbearbeitung
  • Individuelle Bearbeitung einer Aufgabenstellung

Also viel auf dem Programm! Weiter geht es dann im Dezember mit „Berufskunde“, Februar/März 2012 mit „Medizin“ und einem Abschlusskolloquium im Juni.

Ich freue mich sehr auf die nächsten Tage und Wochen. Warum? Nun, in der Tat mache ich seit fast 10 Jahren Leistungsprüfung für die Berufsunfähigkeitsversicherung, jedoch ohne das von Grund auf gelernt zu haben. Alles unter Anleitung bei meinem Arbeitgeber, also Autodidakt unter viel Nutzung des Internets. Ich habe daher hohe Erwartungen an den Lehrgang, das ganze nun im Interesse unserer Versicherten künftig methodisch besser angehen zu können, die Leistungsprüfung dadurch weiter zu professionalisieren und schneller zu einer Leistungsanerkennung bei einem berechtigten Antrag, zu einer Ablehnung bei einem unberechtigten Antrag zu kommen – und für alle „Fälle dazwischen“ (selten ist etwas so eindeutig), eine faire und sachgerechte schnelle Lösung zu bekommen mit der alle Beteiligten zufrieden sind.

Mal sehen, wie es sich hier zeitlich entwickelt, gerne gebe ich die eine oder andere Info weiter, um auch anderen bei der Professionalisierung zu helfen oder Versicherten das eine oder andere näher zu bringen, warum es auch mal länger dauern kann und warum ein Versicherer auch nicht auf „Zuruf“ Leistungen anerkennen kann.

Autor: Hubert Mayer

Jahrgang 1973, klassischer Ausbildungsgang vom Vers.-Kfm. über Fachwirt zum Versicherungsbetriebswirt (DVA). Vielseitig interessiert, weiterer Abschluss als LL.B an der Fernuni Hagen. Fachmann für BU-Leistungsregulierung (IHK). Aktiv in der VVB (Vereinigung der Versicherungsbetriebswirt e.V.; stellv. Treffpunktleiter in Stuttgart und stellv. Fachkreisleiter Versicherungsrecht, für beide auch im Beirat der VVB)

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